Meine 170er Geschichte

Es dauerte fast 40 Jahre und der Verlust des 170er nagte immer noch an mir. Im Februar 2012 war es dann soweit: ein 170VB wurde der Meine…

     

Aber der Reihe nach:

 

                                                                                                                                                                                                         

Als Student teilte ich mit Bernd (u.l. an dem roten OTP) die Studentenbude. Es dauerte nicht allzu lang, bis er mir den ersten 170er organisierte. Mit Tellerwaschen und diversen Aushilfsjobs konnte ich mir das gerade so leisten (so ein Fahrzeugkostete ca. DM 2000 als Renovierungsobjekt). Mit 4 weiteren Studenten bildeten wir eine Mini 170er Gruppe (ich hatte die einzige Limousine). In Garagen, Montagehallen oder eben wo es gerade ging,wurde repariert oder neuer Lack aufgetragen.

 


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Waren wir nicht am Schrauben, führte uns der Weg auf Schrottplätze, um 170er Ersatzteile zu suchen. Mercedes war nicht sehr hilfsbereit und warf zu unserem Leidwesen wichtige Ersatzteile einfach in den Schrott, um das Lager zu räumen.

Nichts konnte uns abhalten, die Fahrzeuge wieder in Gang zu setzen und auch unter widrigsten Bedingungen das Fahrverhalten bzw. die Motoreigenschaften zu testen…

 

 

 

 

Man beachte die komfortable „Sitzbank“ mit Rückenverstärkung.

 

Alles hat ein Ende. Auch die Studentenzeit und der Arbeitsalltag ließen mir nur noch ein wenig Zeit, um an dem 170er zu schrauben. Es kam aber wie es kommen musst. Entweder zuverlässig zur Arbeit erscheinen oder am Auto schrauben. Der Arbeitsplatz war mir wichtiger und so trennte ich mich von meinem geliebten 170DA und verkaufte ihn an einen Lehrer aus FFM für DM 5000. Mit dem Erlös erstand ich dann einen 2CV mit Garantie und Servicewerkstatt im Hintergrund. Die Entscheidung fiel zwar schwer, hat sich aber aus heutiger Sicht als richtig erwiesen.

 

Und so konnte ich mir, nahe dem Rentnerdasein, wieder einen 170er zulegen.

In der Nähe von Heilbronn wurde ich fündig und die „Schrauberei“ hat mich nun wieder. Die Grundsubstanz des Fahrzeugs war mir wichtig und er sollte auch fahrbereit sein. Die Wehwehchen kommen von alleine.  Und so schrauben wie zu Studentenzeiten wollte ich aber auch nicht mehr. Das 170erFahrgefühl musste wieder her: richtiges Autofahren ohne elektronischen Schnickschnack.

 

 

Der schöne Nebeneffekt: die alten Studentenkontakte wurden wieder aktiviert und alle, bis auf einen, fahren noch 170er wie damals OTP’s.

 

So konnte ich auch die alten Bilder  wieder aktivieren, die mir zum Teil schon entfallen waren.

Man kann zwar nicht die Zeitzurückholen, aber die Erinnerungen an die guten 170er Tage sowie das einmalige Fahrgefühl eines richtigen Autos ohne elektronischen Schnickschnack.